Abteilung Kanu

Kanurennsport – was ist das eigentlich?

Kanurennsport ist eine Sportart mit einer langen Tradition. Bevor die ersten Wettkämpfe stattfanden, mussten die Rennboote über einen langen Zeitraum entwickelt werden. Die Boote, so wie sie heute im Wettkampfsport Verwendung finden, wurden im Laufe der Zeit immer weiter entwickelt. Hervorgegangen sind sie aus dem Kajak der Eskimos bzw. aus den Einbäumen der nordamerikanischen Indianer. So entwickelte sich im Laufe der Zeit aus dem der Jagd dienenden Eskimokajak, der aus Knochen und Seerobbenfell hergestellt wurde, ein Rennboot. Die heutigen Kajakboote werden aus Kunststoff hergestellt.
Und die Canadier-Rennboote, die heute ebenfalls aus Kunststoff hergestellt werden, stammen ursprünglich von den indianischen Einbäumen ab, die aus Birkenrinde hergestellt wurden oder aus einem einzigen Baumstamm. Heutige Rennboote sehen den Booten, von denen sie eigentlich abstammen, kaum noch ähnlich.
Aktuell gibt es verschiedene Bootsformen und Rennsportarten, die alle unter dem Oberbegriff Kanusport zusammengefasst werden:

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        • Kanurennsport
        • Kanumarathon
        • Kanuslalom
        • Wildwassersport
        • Kanupolo
        • Drachenbootsport
        • Kanusegeln

Das Wasserwandern ist zwar keine Wettkampfsportart, aber die Wasserwanderer in ihren Wanderkajaks sind auch Kanusportler. Wenn sie auch keinen Wettkampfsport betreiben, erfordert der Kanuwandersport doch auch Ausdauer, Geschicklichkeit und Kraft.
Im Kanurennsport, ebenso im Kanumarathon, wird in zwei Bootsformen gestartet: Kajak und Canadier. Letzterer ist im internationalen Wettkampfsport nur den Männern vorbehalten. Im Kajakbereich starten dagegen auch Frauen. Bootsklassen sind der Einer (K1 für Kajak-Einer oder C1 für den Canadier-Einer), Zweier (K2 und C2), Vierer (K4 und C4). Zusätzlich wird in Deutschland im Canadierbereich auch im Achter gestartet (C8).
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Der Unterschied zwischen Kajak und Canadier ist einfach zu erkennen. Im Kajak sitzen die Sportler im Boot, benutzen ein Doppelpaddel und steuern mit den Füßen über ein Lenkseil und eine Steuerflosse das Boot. Im Canadier kniet der Sportler und bewegt das Boot mit einem Stechpaddel vorwärts, das er entweder nur links oder nur rechts eintaucht. Dabei muss das Boot auch mit dem Paddel gesteuert werden. Das Fahren im Canadier ist dadurch anspruchsvoller als das Fahren im Kajak.